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Juni 2009/2 Glänzendes Wahlergebnis für die CSU - wie geht's jetzt in
Europa weiter? Zunächst einige
Worte in eigener Sache: Als CSU-Spitzenkandidatin für Oberbayern möchte ich mich
bei allen Lesern des Europa-Telegramms ganz herzlich für die
unwahrscheinliche Unterstützung bedanken, die ich vor Ort in den vergangenen
Wochen erfahren habe. Sei es in den CSU-Orts- und Kreisverbänden, in der
Frauen Union, der Senioren Union, der Jungen Union oder über CSU-Kreise
hinaus - überall wurde ich bei meinen mehr als 200 Terminen im
Europawahlkampf offen und herzlich aufgenommen. Umso mehr freue ich mich über
das am vergangenen Sonntag gewonnene Mandat, das mir Ihr Vertrauen noch
einmal bestätigt. In Oberbayern haben 51 Prozent aller Wähler ihr Kreuz bei
der CSU gemacht. Herzlichen Dank dafür! Wie geht es nun
weiter? Natürlich bleibt
die große Freude über das glänzende Wahlergebnis der CSU ungetrübt. Dennoch
hat sich schon einen Tag nach der Wahl wieder rege Geschäftigkeit
eingestellt. Am Montag wurden CSU-Spitzenkandidat Markus Ferber
und ich in unseren Ämtern als Gruppenvorsitzender und Parlamentarische
Geschäftsführerin bestätigt, am Dienstag und Mittwoch trafen sich die alten
und neuen Mitglieder der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament in Berlin. Allgemeiner
Tenor: Die EVP geht gestärkt in die nächste Legislaturperiode! Mit 264 Sitzen
bleiben wir die größte Fraktion im Europäischen Parlament und haben nunmehr
fast 100 Sitze mehr als die sozialistische PES. Die liberale ALDE-Fraktion ist etwas schwächer aufgestellt als in der
vergangenen Legislaturperiode, die Grünen haben leicht zugelegt. Traurig ist,
dass europaweit auch viele EU-Gegner und Euroskeptiker in das neue Parlament gewählt
wurden. Eine Schwächung für das Parlament sehe ich dadurch aber nicht, im
Gegenteil. Die überzeugten Europäer aller Parteien werden näher
zusammenrücken und sich nicht nehmen lassen, was das Parlament in den
vergangenen Jahren erobert hat: mehr Mitsprache und Mitentscheidung in allen
Politikbereichen. Das zeigt sich
nicht zuletzt an der nun anstehenden Neuaufstellung der Europäischen
Kommission. Wenn die europäischen Staats- und Regierungschefs einen
Kommissionspräsidenten vorschlagen, kann dieser seine Arbeit nur mit
Zustimmung des Europäischen Parlaments aufnehmen. Offen ist allerdings noch, wann
dies geschehen wird. Wenn der Vertrag
von Lissabon zum Zeitpunkt des Amtsantritts der neuen Kommission in Kraft ist,
wird die Zahl der Kommissare bis 2014 von 27 auf 15 verringert - ein dringend
notwendiger Reformschritt für die EU. Deshalb haben sich gestern Merkel und Sarkozy dafür ausgesprochen, die formelle Entscheidung
erst nach einem erneuten Verfassungsreferendum in Irland zu treffen. Erstmals
zusammentreten wird das neue Parlament in Straßburg am 14. Juli. Dann wird
auch unser Parlamentspräsident, der deutsche CDU-Abgeordnete Hans-Gert Pöttering, zum letzten Mal auf dem Präsidentenstuhl Platz
nehmen - eine protokollarische Neuheit. Denn seine Amtsperiode ist mit der
Wahl abgelaufen. Aber die Mehrheit des vorherigen Plenums wollte verhindern, dass
ausgerechnet der 80-jährige Rechtsextremist Jean-Marie Le Pen als
Alterspräsident die Sitzung eröffnet. Dem Alterspräsidenten war nach der
alten Geschäftsordnung das Recht vorbehalten, die konstituierende Sitzung zur
Wahl eines neuen Präsidenten zu leiten. Dies wird nun der ehemalige Präsident
Pöttering übernehmen, der den Stab direkt an seinen
Nachfolger weiterreichen wird. Bis es soweit
ist, müssen sich vor allem die Fraktionen neu sortieren und sich auf die
Vergabe der Posten einigen - nicht zuletzt auf den des zukünftigen
Präsidenten. Vier Wochen lang werden dazu nun Gespräche in Brüssel geführt.
Spannend sind für alle die Fragen, welche Ausschüsse man zukünftig besetzt,
wer womöglich einen Ausschussvorsitz übernimmt, wer Quästorin
oder Quästor wird, wer in den Fraktionsvorsitz
gewählt wird und wer die Fraktion im Präsidium des Europäischen Parlaments
vertritt. Über all diese Fragen werde ich Sie in den kommenden
Europa-Telegrammen auf dem Laufenden halten und bei der Gelegenheit die mit
den verschiedenen Posten verbundenen Aufgaben und Funktionen erklären. Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir
bitte! Mehr Informationen zu diesem Themenkomplex finden Sie auf der folgenden
Seite im Internet: Link zu den
Ergebnissen der Europawahl 2009: http://www.elections2009-results.eu/de/index_de.html |
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Impressum Herausgeberin: Dr. Angelika Niebler, MdEP Bürgerbüro: CSU-Kreisgeschäftsstelle Münchener Straße 2 85560 Ebersberg Telefon: (08092) 86
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