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Juli 2009/2 Angelika Niebler neue Vorsitzende der Arabien-Delegation - wichtige
Führungsämter an CDU/CSU-Abgeordnete vergeben Auf mich wartet eine
spannende neue Herausforderung. Nachdem ich in den vergangenen zweieinhalb
Jahren den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie im Europäischen
Parlament geleitet habe, wurde ich in der vergangenen Woche zur Vorsitzenden
der Parlamentsdelegation zur
Arabischen Halbinsel ernannt. Als langjähriges
Mitglied der Delegation (seit 2004) kenne ich die Arbeit der Delegation gut
und weiß aus Erfahrung, dass die Beziehungen zu den Staaten der Arabischen
Halbinsel besonders für Bayern von großer Bedeutung sind. So dürfen
bayerische Firmen im Rahmen der zahlreichen Infrastruktur-Projekte, die in
Saudi-Arabien momentan in der Pipeline sind, auf Millionen-Aufträge hoffen. Derzeit
liegt das Handelsvolumen des Freistaates Bayern mit Saudi-Arabien, Katar und den
Vereinigten Arabischen Emiraten jeweils im dreistelligen Millionenbereich. Auch andere wichtige
Führungsämter gehen wieder an Abgeordnete der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen
Parlament. Am Donnerstagvormittag trafen die Ausschüsse erstmals zusammen und
wählten ihre Vorsitzenden. Den Ausschuss für Industrie, Forschung und Energie
führt künftig der nordrheinwestfälische CDU-Politiker Herbert Reul, dem Rechtsausschuss sitzt Klaus-Heiner Lehne (CDU)
vor. Meine saarländische CDU-Kollegin Doris Pack ist designierte Vorsitzende
des Ausschusses für Kultur und Bildung. Fraktionssprecher in
den Ausschüssen sind künftig Elmar Brok (CDU,
Außenbeziehungen), Daniel Caspary (CDU,
Internationaler Handel), Albert Dess (CSU,
Landwirtschaft), Inge Grässle (CDU, Haushaltskontrolle),
Peter Liese (CDU, Gesundheit) sowie Andreas Schwab (CDU, Binnenmarkt). Zum
Vizepräsidenten des Parlaments wurde Rainer Wieland (CDU) gewählt, während
Manfred Weber (CSU) künftig stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion
ist. Mit den
Personalentscheidungen können wir also sehr zufrieden sein. Im Gegensatz zu
den Liberalen haben wir im Parlament und unserer Fraktion Einfluss. Die
deutsche FDP um Silvana Koch-Mehrin ist nicht
zuletzt deshalb einflusslos, weil ihre Fraktionskollegen in den letzten
Jahren häufig mit Sozialisten, Grünen und Kommunisten stimmten. Bei der für die
Wirtschaft wichtigen EU-Gesetzgebung reden wir ein kräftiges Wort mit. Im
Industrieressort sind Energie- und Forschungspolitik die Zukunftsthemen. Im
Rechtsausschuss laufen große Teile der Finanzmarktgesetzgebung sowie auch
vermeintlich technische Feinheiten wie Rechnungslegungsstandards,
die aber für die Unternehmen entscheidende Bedeutung haben. Mit dem
Kulturausschuss haben wir auch Einfluss auf die Medien- und Kulturpolitik. Dazu
koordinieren die Fraktionssprecher die Sachpositionen der Gesamtfraktion für
die Gesetzgebung. Insgesamt ist die
CDU/CSU-Gruppe breit aufgestellt und kann in der Fraktion, im Präsidium des
Parlaments und bei der operativen Arbeit in den Ausschüssen deutsche
Interessen erfolgreich vertreten. Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir
bitte! |
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