Zu dem Vorschlag der Europäischen Kommission, Roaming nur innerhalb von 90-Tagen in der EU kostenlos zu stellen, erklärt die Vorsitzende der CSU-Europagruppe im Europäischen Parlament, Prof. Dr. Angelika Niebler:

"Die nun von der Europäischen Kommission vorgeschlagene 90-Tage-Grenze ist nicht akzeptabel. Seit Jahren kämpfe ich im Europäischen Parlament dafür, dass sich die in der Vergangenheit vollkommen überhöhten Roaming-Gebühren den nationalen Tarifen annähern. Noch im April wurden die Gebühren gesenkt. Nun sollen nach den Vorstellungen der EU-Kommission Mobilfunkanbieter den Kunden nach 90 Tagen wieder Roamingaufschläge in Rechnung stellen können. Das wird mit uns Abgeordneten nicht zu machen sein, wir werden das Ziel eines Roaming-freien Europas nicht so leicht aufgeben. Zweifellos müssen Regeln festgelegt werden, die missbräuchliche Nutzung oder Dauer-Roaming verhindern. Aber die 90-Tage-Grenze ist dafür ungeeignet. Das spiegelt nicht die Lebens- und Arbeitsgewohnheiten der Bürgerinnen und Bürger in der EU wider. Die Menschen werden sowohl privat als auch beruflich immer mobiler. Höhere Telefongebühren im Ausland passen nicht zu den offenen Grenzen im EU-Binnenmarkt und zur Reisefreiheit."

Erschienen am 7. September 2016

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