"Back to the roots" - Besuch bei der Naturkäserei Tegernseer Land

"Back to the roots" - zurück zu den wahren Wurzeln der Landwirtschaft ging Angelika Niebler auf Einladung der CSU-Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft (AGL) Miesbach, deren Jahreshauptversammlung dieses Jahr in der Naturkäserei TegernseerLand stattfand. Die Wahl des Ortes sei kein Zufall gewesen, denn die Käserei beweise vorbildlich, wie die Landwirtschaft wieder eine höhere Wertschätzung beim Verbraucher gewinnen könne, so der AGL-Vorsitzende Georg Hahn. "Der Verbraucher wird immer mehr zum Fairbraucher", pflichtete ihm die oberbayerische Europaabgeordnete Angelika Niebler bei, deshalb sei es wichtig, dass die Landwirtschaft ihre ursprünglichen Werte - Qualität und Nachhaltigkeit - wieder stärker in den Vordergrund rücke.

Fast 70 Teilnehmer waren der Einladung der AGL Miesbach nach Kreuth gefolgt, um an der Führung durch die Naturkäserei TegernseerLand teilzunehmen. Das Besondere dort: der völlige Verzicht auf Zusatz- und Konservierungsstoffe. Genau so wie in früheren Zeiten wird hier zur Käseherstellung nichts weiter als frische Heumilch, Milchsäurebakterien, Lab, Salz und bei manchen Sorten Kräuter und Gewürze eingesetzt. Zur Gewinnung von Heumilch verfüttern die liefernden Bauern lediglich frisches Gras oder Heu an ihre Kühe und geben nur wenig Kraftfutter dazu. Da die Artenvielfalt der Wiesen und Weiden sowie die Bodenfruchtbarkeit durch die Heuwirtschaft optimal erhalten bleiben, wirkt sich die Fütterung positiv auf die Qualität der Milch und Milchprodukte aus.

Im anschließenden Referat beleuchtete Angelika Niebler Möglichkeiten, wie die Landwirtschaft auf politische Entscheidungen der EU Einfluss nehmen kann, und fragte, wo den Bauern der AGL Miesbach der Schuh drücke. "Wir sind zwar nur 16 Europaabgeordnete aus Bayern, aber dadurch, dass wir auch parteiübergreifend zusammenarbeiten, können wir viel erreichen - und wir entscheiden auch nicht selten gegen die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten", erläuterte Angelika Niebler. So versprach sie, sich hinsichtlich der Gentechnik-Gesetzgebung auf europäischer Ebene gemeinsam mit den anderen EU-Abgeordneten aus Bayern für null Toleranz bei den Schwellenwerten für gentechnisch veränderte Organismen einzusetzen.