Drei-Königs-Treffen in Vaterstetten mit Dr. Thomas Enders (EADS)

Zum 13. Mal fand am 6. Januar das traditionelle Drei-Königs-Treffen des CSU-Ortsverbands Vaterstetten statt. Prominenter Gastredner war in diesem Jahr Dr. Thomas Enders, Chef des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS.

Jedes Jahr wollen wir am Dreikönigstag über das politische Tagesgeschäft hinausblicken und grundsätzliche Fragen in den Fokus rücken. Da passte die Rede von Dr. Enders mit dem Titel „Das Europa von heute in der Welt von morgen” sehr gut ins Programm. Er mahnte an, dass politische Entscheidungsträger immer noch zu national und zu wenig europäisch denken würden. „Europa ist die Zukunft“, erklärte der Vorstandsvorsitzende von EADS und appellierte an den europäischen Geist. Die nationalen Märkte seien zu klein für Alleingänge in einer globalisierten Welt. Aus diesem Grund müssten die Europäer ihre lethargische Stimmung ablegen und zur Tat schreiten. „Die deutsch-französische Zusammenarbeit bei EADS klappt schon ganz gut – das muss doch auch in der Politik möglich sein“, erklärte Enders schmunzelnd.

Dr. Enders hatte in seiner Rede angesprochen, was allen der Anwesenden am Herzen liegt: Ein Europa, in dem alle, die in der Politik und Wirtschaft Verantwortung tragen, ihre gemeinsamen Interessen erkennen und zusammen im Sinne von Wohlstand und Stabilität zusammenarbeiten. EADS ist das beste Beispiel für eine solche Zusammenarbeit: Das deutsch-französische Unternehmen hat rund 133.000 Mitarbeiter an weltweit 170 Standorten und ist das zweitgrößte Luft- und Raumfahrtunternehmen der Welt. Ein Drittel aller deutschen EADS Mitarbeiter sind in Bayern beschäftigt: Rund 15.000 Mitarbeiter und 600 Auszubildende arbeiten an sieben Standorten, unter anderem in Schrobenhausen, Manching oder Unterschleißheim. Seit der Konzerngründung im Jahr 2000 hat das Unternehmen nahezu 3 Milliarden Euro investiert, dazu arbeitet EADS mit fast 5.500 bayerischen Zulieferern zusammen und kauft im Freistaat Güter und Dienstleistungen im Wert von jährlich rund 3,6 Milliarden Euro ein. Infolgedessen zeigt das Beispiel EADS nicht nur, wie gut europäische Zusammenarbeit gelingen kann, sondern auch wie sehr wir in Bayern davon profitieren können.

Es war übrigens nicht etwa das Drei-Königs-Treffen selbst, was „Major Tom“, wie er scherzhaft von der Presse genannt wird, zu seinem Besuch in Vaterstetten bewegte. Auch wenn das Treffen in der Vergangenheit schon so manchen prominenten Redner angezogen hat, hatte Dr. Enders einen anderen Grund. Er wollte seiner Frau Friederike, einer langjährigen Freundin von mir, einen Gefallen tun. Er kam dennoch gerne: „Es war eine super Veranstaltung!“. Das fand ich auch und freue mich schon aufs nächste Mal, wenn die Sternsinger nach Vaterstetten kommen.