Erfolgreiches Mentoring-Tandem

Freisinger FU-Ortsvorsitzende Heike Kirst begleitet ihre Mentorin, CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler, bei der Parlamentsarbeit in Straßburg

Als Ortsvorsitzende der Frauen-Union in Freising hat die Unternehmerin Heike Kirst bereits kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt. Nun schnupperte sie europapolitische Luft: Die 49-Jährige, die seit 2014 Mitglied der CSU ist, begleitet derzeit die FU-Landesvorsitzende und CSU-Europaabgeordnete Angelika Niebler bei Terminen. Die Vorsitzende der CSU-Europagruppe und Co-Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament unterstützt die Kommunalpolitikerin aus dem Landkreis Freising als Mentorin und bietet ihr Einblicke in die Arbeit einer Abgeordneten. „Frauen fördern Frauen, das ist die Grundidee unseres erfolgreichen Mentoring-Programms, bei dem sowohl das persönliche Gespräch als auch die Erfahrungen des Politikeralltags nicht zu kurz kommen dürfen“, so Niebler, die das Mentoring-Programm der Frauen Union Oberbayern vor neun Jahren ins Leben gerufen hatte.

Entscheidend sind die Mentoring-Tandems, in denen die Teilnehmerin als „Mentee“ mit ihrer Abgeordneten als Förderin und Ratgeberin über eine bestimmte Zeitspanne hinweg intensiv zusammenarbeitet. Die CSU-Europaabgeordnete hatte Heike Kirst zu einem Besuch in das Europaparlament nach Straßburg eingeladen. Neben der Besichtigung des Europäischen Rats und des Parlamentsgebäudes, besuchte die Freisingerin, die in Haag an der Amper wohnt, eine Plenarsitzung im Straßburger Europaparlament. Sie war beeindruckt von der einzigartigen Architektur des Parlamentsgebäudes und fasziniert, dass jeder der Abgeordneten in seiner Landessprache spricht und von den Dolmetschern simultan übersetzt wird: „Die lebhafte Aussprache im Parlament über die aktuelle Flüchtlingskrise wurde genauso simultan übersetzt wie die Anweisung des Parlamentspräsidenten, der die rechtspopulistischen Abgeordneten zurecht wies, weil sie die Wortbeiträge störten.“ Das Diskussionsklima ist seit der Europawahl im Mai letzten Jahres aufgrund der zahlreichen Splitterparteien, die ins Europaparlament eingezogen sind, deutlich hitziger geworden, bestätigte die CSU-Europaabgeordnete.

Heike Kirst, die bei der Kommunalwahl im März 2014 auf der Liste der überparteilichen Wählergemeinschaft „ProHaag“ in ihrem Wohnort kandidiert hatte, war auf Empfehlung dreier CSU-Politiker ins Mentoring-Programm der Frauen-Union Oberbayern aufgenommen worden. Der CSU-Bundestagsabgeordneten Erich Irlstorfer, der CSU-Landtagsabgeordnete Florian Herrmann und der Freisinger CSU-Ortsvorsitzende Peter Geiger sprachen sich für die erfahrene Geschäftsfrau aus. Kirst ist eine von 16 Frauen, die in Oberbayern als politische Nachwuchskraft gefördert wird. „Angelika Niebler als Mentorin zu haben, war für mich wie ein Lotto-Sechser mit Zusatzzahl! Es ist unglaublich interessant, aus erster Hand zu erfahren, wie Politik funktioniert und wie man sich als Frau in der Politik behaupten kann“, erklärte die Mutter zweier erwachsener Söhne. In zahlreichen Veranstaltungen, politischen Seminaren und Trainingseinheiten zur Persönlichkeitsentwicklung erhalten die Nachwuchspolitikerinnen Tipps zur politischen Professionalisierung. „Heike Kirst ist eine souveräne und engagierte Ortsvorsitzende, die sich aktiv und konsequent um die Belange ihres FU-Ortsverbands und jedes einzelnen Mitglieds kümmert. Mit ihrem beharrlichen Wesen wird sie noch viel in der Politik erreichen können“, so Niebler über ihr Mentee.

Erschienen 23.11.2015