Es ist wichtig, den Weltfrauentag zu nutzen, um die Problematik der Gewalt gegen Frauen zu thematisieren.

6. März 2020 - Nach wie vor kämpfen wir in allen EU-Mitgliedstaaten gegen Menschenhandel, Zwangsprostitution, Cyberstalking und physische Gewalt. Die Beseitigung geschlechtsspezifischer Gewalt und die Unterstützung für die Opfer muss auch auf europäischer Ebene Priorität haben. Daher fordere ich die Kommission auf, das EU-Programm „Rechte, Gleichstellung und Unionsbürgerschaft (REC)“ weiterzuführen. Mit dem REC-Programm sollen Initiativen unterstützt werden, die helfen, konkrete Gewalt zu verhindern, Risikogruppen zu schützen und Gewaltopfern Hilfe anzubieten.  

Lohnlücke
In puncto Gleichstellung der Geschlechter brauchen wir eine Aufwertung der sozialen Berufe. Es muss gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Die sozialen Berufe insbesondere im Bereich Betreuung, Pflege und Erziehung müssen finanziell besser gestellt werden, denn sie sind unverzichtbar. Die Frauen, die hier vorrangig tätig sind, leisten einen sehr wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft. Die Wirtschaft muss sehen, dass der Dienst am Menschen genauso viel wert ist wie die Arbeit eines Metallers. Diese Wertschätzung muss sich auch im Gehalt widerspiegeln.

Rentengefälle
Die Auswirkungen sehen wir sonst im Rentenalter. Die geschlechtsspezifische Rentenlücke liegt europaweit derzeit bei 35%. Ich setze mich für eine europäische Strategie ein, die die Mitgliedstaaten auffordert, Mechanismen in Gang zu setzen, um Ungleichheiten aufzuheben. In der Frauen-Union Bayern haben wir uns mit unserer Kampagne „Jedes Kind ist die gleiche Rente wert“ für die Mütterrente stark gemacht. Die CSU hat diese dann in Berlin erfolgreich durchgesetzt.  

Digitaler Bereich
Auch im digitalen Bereich müssen wir das weibliche Wirtschaftspotenzial besser nutzen. Nur 20% der Informatik-Studenten sind Frauen. Gleichzeitig haben wir knapp eine halbe Million unbesetzte Stellen in technischen Berufen. Es geht aber nicht mehr rein um Programmiertätigkeiten. Es gibt vielfältige digitale Berufsfelder. Das müssen wir Frauen und jungen Mädchen frühzeitig vermitteln. Mit „BayFiD“ haben wir in Bayern ein Vorreiterprojekt, das Frauen für Digitalberufe begeistern soll. Die Jobs der Zukunft gehören uns allen."

 
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