Europa macht Schule - Projekttag an der Berufsschule Pfaffenhofen

Elektro- und Metalltechnik, Landwirtschaft, Holztechnik und Wirtschaft heißen die Felder, in denen die Schüler der Berufsschule Pfaffenhofen ausgebildet werden. Sie lernen Berufe mit Zukunft, doch ganz sorgenfrei schauen auch sie angesichts der weltweit angespannten Finanzlage nicht nach vorn. Da überrascht es nicht, wenn während des EU-Projekttags in der Diskussion mit der oberbayerischen CSU-Europaabgeordneten Angelika Niebler die europäische Schuldenkrise im Vordergrund steht. "Warum werft ihr die Griechen nicht einfach aus der Eurozone?", will ein Auszubildender wissen.

Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, doch Niebler bleibt souverän: "Die Griechen müssen lernen, ihre eigenen Finanzprobleme in den Griff zu bekommen." Dabei müssten sie allerdings von der EU unterstützt werden, so wie Eltern ihrem Kind helfen würden, das auf Abwege geraten sei. Deutschland profitiere zudem von der Mitgliedschaft Griechenlands in der Eurozone und dem gemeinsamen Markt erheblich. Viele Unternehmen auch aus der Metall- und Elektroindustrie würden ihre Produkte dorthin exportieren. Das sei die Grundidee und wichtiger Pfeiler der EU: "Länder, die miteinander Handel treiben könnten nie in einen Krieg involviert werden", betont die Europaabgeordnete.

Auch im Arbeitsleben habe die EU einige Erleichterungen gebracht, erklärte Niebler. Der Projekttag, der unter dem Titel "Leben und Arbeiten in Europa" stand, zeigt, wie sehr gerade junge Leute von den vielen Freiheiten des europäischen Marktes profitieren können. Das Absolvieren eines Auslandspraktikums oder auch der Berufseinstieg im Ausland waren dank zahlreicher Programme der Europäischen Union noch nie so leicht wie heute.