Hackerangriff zeigt, wie dringlich der Cybersecurity-Act der EU ist

8. Januar 2019 - „Der im Dezember vergangenen Jahres beschlossene Cybersecurity-Act der EU ist anlässlich des Daten-Hacks prominenter Personen aus Deutschland aktueller denn je.

Durch den umfassenden Hackangriff wird nur allzu deutlich, wie unsicher die privatesten Daten vieler Internetnutzer sind. Kein Geheimdienst steckt hinter dem Diebstahl der Daten, sondern ein junger Einzeltäter ohne entsprechende Ausbildung im Bereich Informatik.

Der 20-Jährige hat sich die notwendigen Kenntnisse für den Datenklau im Internet selbst beigebracht: So einfach darf es einfach nicht sein, an private Details von Personen zu gelangen.

Um mehr Sicherheit im Cyberspace zu gewährleisten, müssen wir die Industrie dazu anhalten, Sicherheitslücken zu vermeiden sowie rigoros zu schließen. Das EU-Parlament hat aus diesem Grund bereits eine einheitliche europaweite Zertifizierung von smarten Geräten und Dienstleistungen mit dem neuen ‚Cybersecurity-Act‘ auf den Weg gebracht.

Außerdem müssen die Hersteller künftig darüber informieren, wie Nutzer selbst durch Updates oder Änderung von Standardeinstellungen ihrer smarten Produkte die Sicherheit online erhöhen können.

Jeder Einzelne ist Teil des Sicherheitssystems und kann seinen Beitrag leisten, die Sicherheit der eigenen smarten Geräte zu verstärken.“

Hintergrund:
Am 11. Dezember 2018 einigte sich das EU-Parlament mit den Mitgliedstaaten auf ein neues Cybersicherheitspaket. Die EU-Cybersicherheitsagentur ENISA wird dadurch personell und finanziell aufgestockt und die Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten im Bereich Cybersicherheit wird intensiviert. Es wird künftig für IT-Geräte europaweit einheitliche Zertifizierungen geben und zudem soll eine bessere Information der Nutzer den individuellen Schutz im zunehmend vernetzten Alltag erhöhen. Die Zertifizierungen erfolgen zunächst freiwillig. Bis 2023 soll die Kommission dann evaluiert haben, inwieweit ein freiwilliges Schema verpflichtend werden soll.

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