Kunstrasen und Mikroplastik

Anfang des Sommers wurden wir mit der Nachricht konfrontiert, die Kommission überlege ein Verbot von Kunststoffgranulat auf Kunstrasenplätzen. Wir von der CDU/CSU-Europagruppe haben hier sofort nachgehakt. Wir sind für Klimaschutz sowie für die Vermeidung von Plastik, aber auch die sozialen Aspekte müssen berücksichtigt werden. Alleine in Deutschland haben wir mehr als 7 Millionen Fußballerinnen und Fußballer, die wöchentlich auf Kunstrasen spielen. Die Überlegung, Kunststoffgranulat (Mikroplastik) für Kunstrasen zu verbieten, würde alleine in Bayern 4.500 Vereinen erheblich schaden.

Auf unsere Nachfragen hat die Kommission nun geantwortet: Derzeit prüft die europäische Chemikalienagentur noch die tatsächliche Mikroplastikbelastung durch Kunstrasenplätze. In einem öffentlichen Konsultationsverfahren, das am 20. September endete, haben der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) ihre Argumente zur Sinnhaftigkeit und den Auswirkungen eines Verbots ausführlich dargelegt. Der Ausschuss für sozioökonomische Analyse der Chemikalienagentur bewertet nun die sozialen Auswirkungen eines möglichen Granulatverbots. Ende April 2020 erwarten wir hierzu ein Ergebnis.

Die Kommission versichert, dass sie die wichtige Rolle von Sportplätzen für Bewegung, Gesundheit und sozialen Zusammenhalt anerkennt.
Meine Kollegen und ich werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen, dass etwaige Maßnahmen verhältnismäßig und sozialverträglich sind. Unsere Sportvereine, in denen tausende Ehrenamtliche engagiert sind, leisten Herausragendes für unsere Gesellschaft und unseren sozialen Zusammenhalt.

10.-13. Oktober 2019
Klausurtagung der CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion, Italien

42. KW 2019
Fraktions- und Ausschusswoche, Brüssel

16. Oktober 2019
Kreisvertreterversammlung der CSU, Kreisverband Ebersberg, Grafing

14. Oktober 2019
CSU-Parteivorstandssitzung

18./19. Oktober 2019
CSU-Parteitag, München

43. KW 2019
Plenarwoche, Straßburg