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Mai 2012/2

Liebe Leserinnen und Leser,

Was verbinden Sie mit dem 9. Mai? Nichts? Tatsächlich wissen nur wenige europäische Bürger, dass Europa als Gemeinschaft am 9. Mai 1950 geboren wurde. Rückblickend wirkt das wie eine stille Revolution. Erinnert man sich an die kriegerische Vergangenheit Europas, dann weiß man, wie wichtig diese Union für uns ist. Denkt man an die schwierigen Herausforderungen der europäischen Krise, dann wird klar, dass man den beschrittenen Weg nicht halbherzig weitergehen kann. Wir brauchen ein starkes europäisches Gesamtkonzept für die großen Herausforderungen, die vor uns liegen. Gerade weil der Euro, der einst als stolzes Symbol der europäischen Einheit galt, nun die Gemeinschaft zu spalten droht.

Nach den Wahlen in Griechenland hat sich die Euro-Krise zugespitzt. Mittlerweile ist nur eins klar: Es ist nichts mehr klar in Griechenland. Aber gerade in dieser schwierigen Situation müssen wir uns anlässlich des Europatags an die Grundidee und die Wurzeln Europas erinnern. Der französische Außenminister Robert Schuman verlas im Uhrensaal des französischen Außenministeriums am Quai d’Orsay vor der versammelten internationalen Presse am 9. Mai 1950 seine Erklärung. Er appellierte an alle, dass der Weltfrieden nur dann gesichert werden kann, wenn Frankreich, Deutschland und weitere Beitrittsländer ihre wirtschaftliche Grundproduktion zusammenlegen und eine hohe Behörde einsetzen. Schon in diesen Zeilen zeigt sich die visionäre Kraft des damaligen Plans. Denn die einzelnen Staaten können nur als Staatenunion in der Welt zwischen Amerika und Asien bestehen und gestalterisch wirken.

Wir sollten daher ein Heimatgefühl für Europa entwickeln, ein Europa, das die Freiheit und die Identität jedes seiner Völker achtet und seine gemeinschaftlich beschlossene Verantwortung ernst nimmt. Dieses große Ziel wurde besonders am 1. Mai 2004 spürbar. Die EU nahm 10 neue Mitgliedstaaten auf: Estland, Lettland, Litauen, Malta. Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern. Dieser historisch einmalige Moment war die Krönung einer Zeitwende, die mit der Solidarnosc-Bewegung in Polen, der Perestroika unter Gorbatschow in Russland, der Rolle Ungarns bei der Maueröffnung und Vaclac Havel in Tschechien begonnen hat. Wir dürfen nie vergessen, dass die Wiedervereinigung Deutschlands ohne die Europäische Union undenkbar gewesen wäre. Denn erst in dem Staatenbund mit Frankreich und anderen Ländern konnte Deutschland seine demokratischen Bestrebungen richtig beweisen. Wir brauchen Europa und Europa braucht uns. Bei Begegnungen mit Schülerinnen und Schülern in bayerischen Schulen zum Thema Europa wird immer wieder deutlich, wie selbstverständlich die europäische Identität für die jungen Menschen heute ist. Diese müssen wir festigen, verantwortungsvoll gestalten und am Europatag in unsere Erinnerung rufen.

Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte!

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