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Juni 2012/2

Liebe Leserinnen und Leser,

Können Sie sich noch an die hitzige Diskussion über das Verbot der Glühlampe erinnern? Mit welcher Begründung hat die Europäische Kommission vor wenigen Jahren eigentlich entschieden, dass die herkömmlichen Leuchtkörper mit dem berühmten Wolfram-Draht bald vollständig aus den Ladenregalen verschwunden sein werden? Eigentlich war der Zweck einfach und nachvollziehbar: Es ging darum, Energie zu sparen – und daher entschied die Kommission, die Stromfresser bis zum 1. September 2012 vollständig aus dem Verkehr zu ziehen. Aber wie so oft heiligt der Zweck nicht die Mittel: Leider hat man sich damals keinerlei Gedanken über die Nachteile der alternativen Energiesparlampen gemacht: Die Entsorgung dieser Lampen ist für die Umwelt mehr als schädlich und es werden derzeit unzählige Studien über die Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit verfasst.

 

Nicht nur vor diesem Hintergrund wollte das Europäische Parlament im Jahr 2008 über das Verbot der Glühlampe im Plenum abstimmen – und verlor aufgrund der linken und grünen Mehrheit im Haus. So entschied die Kommission alleine.

 

Um künftig nicht nur die Konsumenten in die Pflicht zu nehmen, die Ziele des Energie- und Klimapakets aus dem Jahr 2008 zu erreichen, sondern auch öffentliche Behörden, hat die Europäische Kommission letztes Jahr einen Vorschlag über eine so genannte Energieeffizienzrichtlinie vorgelegt. Denn bis zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgasemissionen um 20% reduziert werden, der Gesamtanteil an erneuerbaren Energien auf 20% erhöht und durch Steigerung der Energieeffizienz sollen 20% des für 2020 prognostizierten Energieverbrauchs eingespart werden. Während für die ersten beiden Ziele von der Europäischen Union recht zügig verbindliche Maßnahmen auf den Weg gebracht wurden, gab es für die Steigerung der Energieeffizienz bislang keine rechtlich bindenden Vorschriften.

 

Dies hat sich seit vorvergangener Woche geändert. Nach monatelangen Verhandlungen einigten sich Unterhändler der Mitgliedstaaten und des Europäischen Parlaments auf die so genannte Energieeffizienzrichtlinie. Doch was verbirgt sich eigentlich hinter dem so abstrakten Begriff Energieeffizienz? Eigentlich ist es ganz einfach: Je weniger Energie für die gleiche Leistung benötigt wird, desto höher ist die Energieeffizienz. Und auch wenn Energieeffizienz und Energieeinsparung nicht das gleiche sind, so führen sie doch zum selben Ergebnis: Der Energieverbrauch sinkt. Und das muss auch das Ziel sein. Denn durch Energieeffizienz und den Ausbau von erneuerbaren Energien verringert sich schon heute die Abhängigkeit von Energieimporten um rund 7 Milliarden Euro jährlich. 

 

Damit künftig erheblich mehr Energie eingespart wird, schreibt die Richtlinie vor, dass jedes Jahr 3% der öffentlichen Gebäudeflächen, die sich in Besitz oder Gebrauch der Bundesregierung befinden, renoviert werden müssen. Darüber hinaus müssen die Mitgliedstaaten künftig unterschiedliche Maßnahmen ergreifen, die zu einer Reduzierung der jährlichen Energieverkäufe von 1,5% führen. 

Das Europäische Parlament muss diesem Verhandlungsergebnis noch formal im Plenum im September zustimmen. Damit sind die wichtigsten Weichen gestellt, so dass die Richtlinie noch vor Ende des Jahres in Kraft treten kann.

Haben Sie zu diesem Thema Fragen oder Anregungen? Dann schreiben Sie mir bitte!

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