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Oktober 2012/2

Der Friedensnobelpreis geht an alle Bürger Europas und stärkt unsere Werte

 

Die Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis ist eine gute Nachricht für Europa und ein starkes Signal an alle Zweifler. Während die krisengebeutelte Europäische Union um Lösungen gegen die Staatsschuldenkrise ringt, zeichnet das Komitee in Oslo die EU mit dem wichtigsten Preis der Welt aus. Die Anerkennung verdeutlicht, wie wichtig es für uns Europäer ist, die Grundwerte Europas wie Freiheit, Demokratie, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte in Erinnerung zu rufen. Sie sind das Fundament unserer Europäischen Union. Für uns ist Europa mehr als nur ein gemeinsamer Wirtschafts- und Währungsraum. Europa ist eine Wertegemeinschaft, die sich für ein friedliches Miteinander unter den Menschen stark macht. Es war klug vom Nobel-Komitee, der Europäischen Union den Preis für sechs Jahrzehnte Frieden in Europa zu verleihen. Für den hat die EU wahrlich gesorgt und ist so zu einer Friedensmacht geworden. Die Auszeichnung krönt unsere Anstrengungen, dass wir trotz der Vielfalt in einem vereinten Europa gemeinsame demokratische Strukturen geschaffen haben. Der Friedensnobelpreis geht daher an alle Bürger Europas. So ist es ein wirklich bewegender Moment, der uns Europäern Mut und Kraft gibt, allen Schwierigkeiten zu trotzen und weiter an dem gemeinsamen Friedensprojekt zu arbeiten.

 

Noch nie in der langen, oft kriegerischen Geschichte der Nationen auf dem europäischen Kontinent gab es so viel Freiheit und Chancen, so wenig Kriegsgefahr und trennende Grenzen. Die befriedende Wirkung der europäischen Union ist unübersehbar. Das ganze begann mit einem Brief am 9. Mai 1950 vom französischen Außenminister Robert Schuman und seinem Berater Jean Monnet an den deutschen Kanzler Konrad Adenauer. Die simple und erfolgreiche Idee war: Wer sich vereint, um wirtschaftliche und politische Vorteile daraus zu ziehen, der hat kein Interesse mehr, kriegerische Konfrontationen einzugehen. Das Nobelpreiskomitee hebt die deutsch-französische Aussöhnung als herausragendes Ereignis in der Geschichte der Union hervor und setzt so ein weiteres Zeichen. Es ist ein Appell gegen ein Denken hin zu mehr Nationalstaatlichkeit. Dies wäre ein großer Rückschritt für den Frieden, der gerade für unsere Jugend heute so selbstverständlich ist. Ein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland ist heute undenkbar – das ist für die Generation unserer Großeltern noch unvorstellbar gewesen.

 

Jeder von uns trägt etwas zum Europäischen Einigungsprozess bei. Lehrer nehmen am Comenius-Programm teil und lernen Bildungsmodelle in anderen Kulturen kennen, Studenten erweitern im Rahmen des ERASMUS-Programms ihren Horizont an einer Universität im Ausland, Städtepartnerschaften ermöglichen kulturellen Austausch auf kommunaler Ebene und für viele junge Europäer ist ein beruflicher Wechsel innerhalb des EU-Auslands schon selbstverständlich. Diese Entwicklungen brauchen wir in einer globalisierten Welt. Nur ein vereintes Europa kann Einfluss ausüben und den Globalisierungsprozess mitgestalten. Ein nicht vereintes Europa können wir uns heute nicht mehr denken und erst recht nicht leisten.

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