März 2015

Ostern - Fest der Freude in Zeiten der Trauer

Für Christen ist Ostern das wichtigste Fest des Jahres. Trauer und Zweifel sollen der Freude und Zuversicht weichen. Nach dem schrecklichen, unfassbaren Todesflug der Germanwings 4U9525, bei dem der Amok-Pilot 149 Menschen mit in den Tod riss, mag wenige Tage vor der Auferstehung Christi keine Freude aufkommen. Wie kann es dazu kommen, dass ein 27-Jähriger auf so grausame Weise zum Massenmörder wird? Hätte die Tragödie verhindert werden können, z.B. durch weitere medizinische Prüfungen, eine andere Pilotenausbildung oder ein Vier-Augen-Prinzip im Cockpit?

Den Hinterbliebenen der Opfer spendet nichts Trost in ihrer tiefen Trauer. Ich wünsche den Familien und Freunden der Opfer viel Kraft und Gottes Beistand in diesen schweren Stunden des Abschiednehmens von ihren geliebten Menschen.

Freude und Zuversicht fallen auch schwer beim Blick auf die Grenzen Europas. In der Ostukraine herrscht weiter Krieg. Trotz aller Friedensbemühungen unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Präsidenten Francois Hollande, die zum Abschluss des Minsk II-Abkommens führten, kämpfen die prorussischen Separatisten in der Ostukraine weiterhin um Mariupol und sterben in diesem Krieg täglich unzählige Menschen. Es gibt Krieg im Jemen, in Syrien, dem Irak, die IS-Milizen sind in Libyen, Boko Haran treibt weiter sein mörderisches Unwesen in Nigeria. Und Tausende Menschen sind täglich auf der Flucht, suchen Frieden und Geborgenheit.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ostern trotz aller Krisenherde und der Betroffenheit durch den Flugzeugabsturz im Kreise Ihrer Familien als Fest der Freude und Zuversicht feiern können.

Vielleicht freut es Sie auch zu hören, dass wir im Europäischen Parlament letzte Woche eine Initiative gestartet haben, um die zweimal jährlich stattfindende Zeitumstellung loszuwerden. Denn die meisten Bürger empfinden das halbjährliche Vor- und Zurückdrehen der Uhr als lästig und haben diverse Probleme mit den änderungen der Tageszeiten. Das hat eine zweimonatige Unterschriftenaktion ergeben, die ich gemeinsam mit der bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner vor einem Jahr initiiert habe. Ich weiß nicht, warum wir an einer Regelung festhalten, die keine Vorteile hat, sondern offenbar nur Nachteile bringt.

Unter dem Titel "Time to revisit summertime?" gab es im Europäischen Parlament letzte Woche eine gemeinsame Anhörung des Rechtsausschusses, des Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr und des Ausschusses für Industrie, Forschung und Energie zur Zeitumstellung. Kollegen aus verschiedenen europäischen Mitgliedstaaten wollen die Zeitumstellung abschaffen und auch in der Binnenmarkt-Kommissarin Elżbieta Bieńkowska haben wir eine Unterstützerin für unser Anliegen.

Wünschenswert wäre, wenn die Kommission die Auswirkungen der Zeitumstellung untersuchen lassen würde und dann konkrete Empfehlungen für die Mitgliedstaaten erarbeitet. Ja, die einzelnen Mitgliedstaaten entscheiden selbst über die Zeitumstellung, aber es macht wenig Sinn, wenn nur ein Land in der Europäischen Union die Zeitumstellung aufheben würde. Der Königsweg in einem europäischen Binnenmarkt ohne Grenzen ist eine europäisch abgestimmte Initiative.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein frohes Osterfest.

Herzlichst

Ihre Angelika Niebler

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