Die Preisträgerinnen und Preisträger des Verfassungspreises „Jugend für Bayern“ aus dem Anne-Frank-Gymnasium Erding haben im Rahmen einer Brüsselreise das Europäische Parlament besucht. Die Schülerinnen und Schüler wurden im Jahr 2024 für ihren Beitrag zum digitalen Kreativwettbewerb „Demokratie ist schön!“ ausgezeichnet, der von der Bayerischen Einigung e. V. in Kooperation mit der Bayerischen Volksstiftung sowie mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung durchgeführt wird.
Im Europäischen Parlament wurden die Jugendlichen von der Europaabgeordneten Prof. Dr. Angelika Niebler empfangen. Sie würdigte das Engagement der Schülerinnen und Schüler ausdrücklich: „Wer sich in jungen Jahren kreativ, kritisch und digital mit Demokratie auseinandersetzt, stärkt nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch die Zukunft Europas. Wir dürfen antidemokratischen Tendenzen den digitalen Raum nicht überlassen, sondern müssen ein konstruktives Gegengewicht setzen.“

Das Anne-Frank-Gymnasium Erding hatte die Jury mit einem umgedichteten Shirin David Text, einem Video und mehreren Memes – digitalen Insiderwitzen in Bildform – überzeugt, die sich kreativ mit dem Wettbewerbsthema „Demokratie ist schön!“ auseinandersetzen. Der bayernweite Wettbewerb richtet sich an junge Menschen bis zum vollendeten 25. Lebensjahr und ruft dazu auf, demokratische Werte in zeitgemäßen digitalen Formaten sichtbar zu machen für Plattformen wie Instagram oder TikTok. Ziel ist es, insbesondere junge Zielgruppen für Demokratie und Mitbestimmung zu sensibilisieren.
Der Verfassungspreis „Jugend für Bayern“ wird jährlich vergeben und zeichnet Projekte aus, die sich in besonderer Weise mit den Grundlagen der freiheitlich-demokratischen Ordnung befassen. Zu den Preisen gehört unter anderem eine politische Bildungsreise nach Brüssel, die den Preisträgerinnen und Preisträgern Einblicke in die europäische Gesetzgebung und die Arbeit der EU-Institutionen ermöglicht.
Beim Gespräch im Europäischen Parlament diskutierten die Schülerinnen und Schüler mit der Abgeordneten über demokratische Entscheidungsprozesse, den Einfluss sozialer Medien auf politische Meinungsbildung und aktuelle Herausforderungen für Europa. Die Europaabgeordnete zeigte sich beeindruckt vom politischen Interesse der Jugendlichen und betonte, dass Demokratiebildung heute neue Formen brauche: Guter Outreach beginnt damit, die Lebenswirklichkeit der jungen Generation ernst zu nehmen. Politische Kommunikation muss dort ansetzen, wo junge Menschen sind, in ihren Themen, ihren Formaten und ihren Fragen. Dafür ist es entscheidend, zuzuhören und auch bereit zu sein, von jungen Menschen zu lernen. Nur so kann Demokratie viral gehen“, so Angelika Niebler. Der Besuch aus Erding sei ein starkes Beispiel dafür, wie schulische Bildung, gesellschaftliches Engagement und demokratische Inhalte miteinander verbunden werden können.