EU-Kommission bereitet „Bürger-Omnibus“ vor – Europaabgeordnete Angelika Niebler (CSU) wirbt für Beteiligung an der öffentlichen Konsultation
Ein günstiges Angebot im Online-Shop eines anderen EU-Landes, ein Klick auf „Bestellen“ und dann: Das Paket kommt nicht an. Die Rücksendung soll plötzlich teuer werden. Auf die Rückerstattung wartet man wochenlang, der Kundenservice antwortet nur in der Landessprache. Wer im Internet über die Grenze einkauft und das tun heute Millionen Menschen kennt solche Situationen. Was im Binnenmarkt eigentlich so einfach sein sollte wie der Einkauf um die Ecke, wird durch unklare Regeln, Sprachbarrieren und komplizierte Verfahren oft zum Ärgernis.
Genau hier will Europa nun ansetzen. Die Europäische Kommission will den Alltag der Menschen in Europa spürbar erleichtern. Mit dem sogenannten „Bürger-Omnibus“ – einem Vereinfachungspaket – bereitet sie eine Initiative vor, die überflüssige Bürokratie im EU-Recht abbauen und es einfacher machen soll, die Vorteile des Binnenmarkts tatsächlich zu nutzen, besonders dann, wenn Menschen über Grenzen hinweg arbeiten, studieren, reisen, einkaufen oder mit Behörden zu tun haben.
Bevor die Kommission konkrete Vorschläge vorlegt, sammelt sie über eine öffentliche Konsultation Erfahrungen, Beispiele und Ideen aus der Bevölkerung.
„Ich ermuntere unsere Bürgerinnen und Bürger vor Ort die Konsultation zu nutzen und Erfahrungen zu schildern und Anregungen zu geben, denn Europa darf kein abstraktes Projekt in Brüssel sein, sondern muss einen konkreten Mehrwert im Alltag bringen, egal ob beim Online-Einkauf, beim Auslandssemester, bei der Anerkennung von Dokumenten oder beim Wechsel des Stromanbieters. Genau hier hakt es aber oft noch an unnötigem Papierkram und unverständlichen Regeln. Der Bürger-Omnibus ist die Chance, diese Hürden gezielt abzubauen. Und das Beste daran: Wir alle können jetzt Anregungen geben, wo angesetzt wird.“
Die Beteiligung erfolgt über das Portal „Have your say“ der Europäischen Kommission. Die Konsultation läuft bis 19. Juni 2026.
Dem Anhang können Sie zudem weitere Informationen zum Vorhaben der Kommission entnehmen.